Besserer Tierschutz gegen Massentierhaltung

Gemeinsam mit der Grünen Jugend machte der Bündnisgrüne Direktkandidat für den Wahlkreis 192, Steffen Fuchs, am 17. September 2013 bei einem Straßentheater auf die Auswirkungen und Produktionsbedingungen der Massentierhaltung aufmerksam. Interessierte Passanten informierten sich am Infostand zu diesem Thema, verfolgten das Schauspiel der eingepferchten Tiere auf dem Gothaer Neumarkt und kamen mit dem grünen Kandidaten ins Gespräch.  Hierzu erklärt Fuchs:„60 Kilogramm Fleisch isst jede/r Deutsche pro Jahr. Die Tierhaltung ist für knapp ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Riesige Flächen dienen dem Anbau von Futtermitteln. Allein in Deutschland wird hierfür in weiten Teilen gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika von zusätzlich 5 Millionen Fußballfeldern Ackerland eingeführt. Die Massentierhaltung ist darüber hinaus für den tonnenweisen Einsatz von Antibiotika verantwortlich, der zu immer mehr Resistenzen bei gefährlichen Keimen führt. Zudem landen 30 Prozent der Weltgetreideernte heute nicht mehr auf den Teller, sondern im Trog. Die Intensivtierhaltung ist damit zum Lebensmittelkonkurrenten des Menschen geworden. Diese Form der industriellen Landwirtschaft lehnen wir Grüne ab. Wir Grüne stehen für einen Systemwechsel in der Tierhaltung hin zu einer artgerechten, an die landwirtschaftliche Fläche gebundene Tierhaltung. Bei der Intensivtierhaltung bleiben Klima, Biodiversität, Tierschutz und Sicherung der Welternährung auf der Strecke.“, erklärt Fuchs die Hintergründe der Aktion auf dem Gothaer Neumarkt.

Für Fuchs ist deshalb ein konsequenter Verbraucherschutz der wirksamste Tierschutz: „Der Erfolg der Eierkennzeichnung auf Schaleneiern belegt: Wenn die Kundinnen und Kunden eine transparente Entscheidungsgrundlage haben, kaufen sie Produkte aus tiergerechten Haltungssystemen. Seit Einführung der Kennzeichnung im Jahr 2004 wurden Käfigeier aus den Regalen verbannt, der Marktanteil von losen Eiern aus alternativen Haltungsverfahren liegt heute bei 95 Prozent. Auch in Umfragen bekennen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher zu einer artgerechten Tierhaltung. Dreiviertel der Menschen wünschen sich ein Tierschutzlabel, um besser über die Haltungsbedingungen informiert zu sein.“

„Wir wollen deshalb eine grundlegende Novelle des Tierschutzgesetzes, die Subventionierung der Intensivtierhaltung in Höhe von 1 Mrd. € jährlich und ihre Privilegien im Baurecht beenden sowie den Antibiotikamissbrauch unterbinden. Gleichzeitig wollen wir über eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit geben, ihrem Wunsch gemäß tiergerecht erzeugte Produkte einzukaufen“, erklärt Fuchs die Maßnahmen für einen grünen Wandel in der Landwirtschaft.Strassentheater gegen Massentierhaltung

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