Kein Fracking im Landkreis Gotha – Aufklärung über Risiken der Probebohrungen gefordert

Zu den Plänen des Unternehmens BNK, im Nordkreis des Landkreises Gotha Probebohrungen nach unkonventionellem Erdgas durchzuführen erklärt Kreistagsmitglied Steffen Fuchs, Landratskandidat BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Gotha:

Das weltweit tätige Unternehmen BNK hat vom Landesbergamt Genehmigungen für Probebohrungen nach Erdgas im Landkreis Gotha erhalten. Hierfür soll auch die umstrittene Abbaumethode des Fracking zum Einsatz kommen. Dies geht aus den Antworten des Landkreises auf eine Kreistagsanfrage von Steffen Fuchs hervor.„Die beim Fracking zum Einsatz kommenden Chemikalien sind bekannt für ihre verheerenden Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Natur. Das Unternehmen BNK verbucht die Zusammensetzung der auch im Landkreis Gotha nördlich der B7 anzuwendenden Stoffe als Betriebsgeheimnis. Hier herrscht wenig Transparenz über die Risiken der geplanten Probebohrungen. Dabei hat Landrat Konrad Gießmann (CDU) mit seinen widersprüchlichen Aussagen zur Fracking-Methode anstatt für Aufklärung zu noch mehr Verwirrung beigetragen. Wenn das Umweltamt des Landkreises bereits Ende vergangenen Jahres seinen Widerspruch beim Landesbergamt zur Genehmigung von Probebohrungen vorgetragen hat, so sind die positiven Äußerungen des Landrates in Presse und Medien noch im Februar 2012 mehr als unverständlich. Gießmann muss hier klare Position beziehen und für Mensch und Natur im Landkreis Gotha eintreten“, fordert Fuchs.

Daher unterstützt der Bündnisgrüne Landratskandidat ausdrücklich die Initiative der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag. Der Antrag fordert die Thüringer Landesregierung auf, über die Pläne und Risiken der geplanten Erdgaserkundungen in Thüringen aufzuklären und sich für Reformen des Bergrechts einzusetzen. Hierzu gehört auch die Forderung, alle betriebsplanpflichtigen Vorhaben für das Aufsuchen als auch für das Fördern von unkonventionellem Erdgas einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu unterziehen und dabei den Einsatz umweltgiftiger und wassergefährdender Chemikalien auszuschließen Über den Antrag wird noch in dieser Woche im Thüringer Landtag beraten.

Hierzu fordert Fuchs abschließend: „Ohne eine vorherige Offenlegung der Risiken für Mensch und Umwelt darf es kein Fracking im Landkreis Gotha geben. Ich unterstütze daher mit der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen im Gothaer Kreistag den Vorschlag, ein Votum der Mitglieder des Gothaer Kreistages für die Unterstützung eines Moratoriums zur wissenschaftlichen Risikobewertung der umstrittenen Fördermethode des „Fracking“ an das Umweltbundesamt bzw. das Bundesumweltministerium abzugeben.“

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